Was ist “Gewaltberatung”?

Zitate dieses Leitbildes, auch auszugsweise, bedürfen der Genehmigung der Autoren (bitte eine Mail). “Genderorientierte Gewaltberatung” und “Gewaltberatung/ Gewaltpädagogik (GHM)®” sind rechtlich geschützte Begriffe.
Autoren: Jürgen Krabbe/Burkhard Oelemann

Hellfeld und Dunkelfeld

Vorbemerkung:

Unsere Beratungsarbeit ist vorrangig spezialisiert auf das so genannte “Dunkelfeld”, also auf Täter und Täterinnen, die nicht polizeilich oder sonstwie erfaßt sind.

Entgegen der so oft verbreiteten wie unbewiesenen Behauptung, dass gewalthandelnde Menschen nicht “von sich aus”, also aus eigenem Antrieb Beratung aufsuchen, wissen wir, dass sie genau das tun. In vielen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gibt es mittlerweile niedrigschwellige Beratungsangebote, zu denen Klient(inn)en die Kontaktaufnahme leicht fällt.

Hierfür jedoch gibt es eine wichtige Vorraussetzung: Es muss ein passendes Angebot für Gewalthandelnde geben, durch das sie weder pathologisiert noch in der Beratung kontrolliert und somit strafrechtlich verfolgt werden. Seit fast 20 Jahren arbeiten wir (früher ausschließlich und heute hauptsächlich) mit Männern und männlichen Jugendlichen, die körperlich gewalttätig sind und erfüllen diese Vorraussetzung. Wir bewegen uns also in den Bereichen der sekundären und tertiären Prävention sowie der primären Intervention.

Hier nun eine ausführlichere Unterscheidung von Hell- und Dunkelfeld:

Zitat aus Wikipedia:

Das Hellfeld ist in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) die Gesamtheit aller, der Polizei in einem Jahr bekanntgewordenen und registrierten Straftaten.

Die Größe des Hellfelds ist vor Allem abhängig von Kontrollverhalten der Polizei und Anzeigeverhalten der Bevölkerung. Delikte, die eine gewisse Schwere und hohe kriminelle Energie aufweisen, werden fast ausnahmslos zur Anzeige gebracht. Dies gilt zum Beispiel für Eigentumsdelikte (§§ 243 ff. StGB) wie Einbruchsdiebstahl, Kfz-Diebstahl, brutale Tötungsdelikte, Raub,

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swhand2.jpg Erpressung und Geiselnahme. Delikte wie Kfz-Diebstahl hinterlassen so gut wie kein Dunkelfeld, da die Vorlage der polizeiliche Anzeige von den Versicherungen zur Schadensregulierung verlangt wird. Deswegen werden nahezu alle Kfz-Diebstähle angezeigt und sind somit im erfassten Feld der PKS, dem Hellfeld enthalten. Das Dunkelfeld ist hier nahe Null.

Bei häuslicher Gewalt oder Sexualdelikten ist die Anzeigebereitschaft in der Bevölkerung aus Scham oder anderen Beweggründen nicht so hoch, das Dunkelfeld ist hier größer.

Das Dunkelfeld ist die Differenz zwischen den amtlich registrierten Straftaten – dem so genannten Hellfeld – und der vermutlich begangenen Kriminalität.

Der Begriff grenzt sich somit in Nuancen von der Dunkelziffer ab. Durch die Kriminalstatistiken ist vom Hellfeld nicht allein auf die tatsächliche Kriminalität zu schließen. Daher bedarf es der Dunkelfeldforschung, um das Dunkelfeld aufzuhellen und einen systematischen Überblick über die Kriminalitätsentwicklung zu erreichen. In der Regel wird die Dunkelfeldforschung auf quantitativer Ebene geführt, meist durch Täter- oder Opferbefragungen bei denen eine repräsentative Gruppe der Bevölkerung zu ihren individuellen Täter- oder Opfererfahrungen befragt wird. Qualitative Verfahren sind aufgrund Finanzierungsengpässen in der Praxis noch eher selten anzutreffen.

Die genannten Befragungen kommen zu dem Ergebnis, dass insgesamt weniger als die Hälfte der tatsächlich begangenen Straftaten den Strafverfolgungsbehörden bekannt wird. Das Verhältnis zwischen tatsächlich begangenen und angezeigten Straftaten ist von Delikt zu Delikt verschieden.

Delikte mit hohen Schäden werden grundsätzlich eher angezeigt als solche, die lediglich einen niedrigen Schaden verursachen bzw. nicht zur Tatvollendung führen. Die Geschädigten schätzen in diesen Fällen oftmals den Aufwand, der mit einer Anzeige verbunden ist, im Verhältnis zum Schaden als unverhältnismäßig hoch ein.

Weitere Gründe können unter anderem eine Tatbeteiligung des Geschädigten und die daraus folgende Angst vor eigener Strafverfolgung (z.B. im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität), Angst vor Repressalien des Täters (vor allem bei Gewaltdelikten, auch sexueller Gewalt, im familiären Umfeld) oder fehlendes Vertrauen in die Tätigkeit der Strafverfolgungsbehörden sein.

Grundsätzlich lassen jedoch auch derartige Befragungen keine endgültige Einschätzung über die Zahl der tatsächlich begangenen Delikte zu. Nicht alle Delikte werden überhaupt von den Geschädigten bemerkt. Delikte mit geringen Schäden werden oft wieder vergessen oder von den Betroffenen gar nicht als Straftat, sondern als normale Lappalie wahrgenommen. Teilweise berichten die Befragten auch aus Schamgefühl nicht über die von ihnen begangenen oder erlittenen Taten. Über diese Delikte können daher auch Täter- und Opferbefragungen keine Auskunft geben. Man spricht insoweit von einem doppelten Dunkelfeld. (Zitat Ende)

Mit unserer Arbeit machen wir hauptsächlichein Angebot für Täter und Täterinnen im Dunkelfeld. Diese Herangehensweise führt zu einer anderen Sicht auf Täter und Täterinnen, als wenn wir dem gleichen Klientel im Hellfeld begegnen würden, denn:

In der Regel ist jede ‘Hellfeldarbeit’ gekoppelt an: Kontrolle, Bescheinigungen über den Beratungsverlauf oder die Teilnahme, an Strafandrohungen bei Verweigerung etc..

Dadurch wird ein grundlegendes Vertrauensverhältnis zwischen Klient und Berater durch die Kontrolle bereits erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht . Zeitgleich wird der Klient oder die Klientin an der Übernahme der Verantwortung für sein oder ihr Verhalten gehindert, weil jeder, der jemand Anderen kontrolliert, die Verantwortung für das Verhalten des Kontrollierten durch die “Kontrolle” ja bereits übernimmt.

Die meisten Berater und Beraterinnen in der Hellfeld-Arbeit beschreiben häuslich gewalttätige Menschen als eher uneinsichtig, aggressiv und nur durch Zwang und Strafandrohung motivierbar. Logischer Weise haben deshalb in den Augen der Berater(innen) ihre Klienten kein wirklich ehrliches Vertrauen verdient – sie müssen kontrolliert werden, d.h. ihnen muss im Beratungssetting eher grundsätzlich misstraut werden.

Diese durchweg eher negative Beschreibung und Wahrnehmung der Klientinnen und Klienten resultiert jedoch aus dem Blickwinkel, also aus der selbst gewählten Perspektive der Beraterinnen und Berater.

Sie ist keineswegs die ‘einzige Wahrheit’ über das Wesen der Klienten, sondern eher ein projiziertes Ergebnis eben dieser Perspektive.

Die Beraterinnen und Berater haben somit das eigentliche gelernte Setting professioneller Beratung verlassen, und das Setting der Justiz (also einer Bestrafungs-Instanz) übernommen. Nun beginnt der innere Spagat der Berater oder Therapeut(inn)en: einerseits wollen Berater oder Beraterinnen dem Klienten oder der Klientin vertrauensvoll zur Seite stehen, andererseits verpflichten sie sich zur Kontrolle, zur Weitergabe von Informationen bei Regelverstössen und schaffen somit für ihre Klient(inn)en und für sich selbst eine “Double-Bind-Situation”, frei übersetzt:

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Ein Comic von Quirit

http://www.quirit.com

“Bitte vertrauen Sie mir, ich bin doch nur begrenzt gegen Sie!”

Beratung wird so zu einer “Bestraf”-Beratung, Therapie zur Straftherapie und jedes soziale Training zum Straftraining.

Viele Berater(innen) und Wissenschaftler(innen) behaupten, dass einerseits diese Kontrolle der Klienten durch die Berater(innen) notwendig sei und gleichzeitig durch die Einsichtsfähigkeit der Klienten doch auch ein Vertrauensverhältnis zu den Berater(innen) entstehen würde. Auch die anfänglich fehlende primäre Motivation des Klienten an seiner oder ihrer Veränderung durch die Beratung würde während der Beratungszeit wachsen.

Obwohl gleich- oder ähnlich lautende Glaubensbekenntnisse geradezu hundertfach in der wissenschaftlichen Literatur zu finden sind, ist uns trotz sehr umfassender Literaturkenntnis bisher keine Veröffentlichung bekannt, in der dieser Glaubenssatz auch nur ein Mal belegt worden wäre. Wenn Sie eine solche Veröffentlichung jedoch kennen, sind wir für eine Nachricht dankbar.

Belegt ist vielmehr, dass Klienten und Klientinnen unter einem solchen Setting ’sozial überangepaßtes Verhalten’ zeigen. Das bedeutet: Die Klienten zeigen genau das Verhalten, sagen genau das, von und mit dem sie vermuten, am ehesten die Berater oder die Beraterinnen von ‘ihrem Lernerfolg in der Beratung’ überzeugen zu können.

Es ist daher davon auszugehen, dass derartige Glaubenssätze (und ähnliche, in sich widersprüchliche Behauptungen in der Literatur) eher für das professionelle Selbstverständnis der beteiligten Berater(innen) und Wissenschaftler(innen) eine gewichtige Rolle spielen, als dass sie im Kern einen Wahrheitsgehalt über das Wesen und die “Entwicklung” der Klienten unter diesem strafbewehrten Setting hätten.

So erklärt sich vielleicht, dass diese Glaubenssätze in fast jeder Veröffentlichung (ohne jeden tragfähigen Beleg) zu finden sind.

Hier soll nun keineswegs behauptet werden, dass Klienten in solchen “Zwangs”-Beratungen nichts lernen würden.

Dieses Lernen jedoch geschieht nicht aufgrund, sondern trotz des Settings und gegen den durch die Strafandrohung erzeugten Widerstand des oder der Klient(inn)en.

Die authentische und somit wirkliche Innenperspektive eines Klienten wird unter den beschriebenen Voraussetzungen sicher keinem(r) Berater(in) offenbart. Rückfälle und deren Verheimlichung sind so bereits vorprogrammiert.

Im sogenannten ‘Dunkelfeld’ ist jedoch die primäre Anlage für ein wirkliches – und für eine effektive Beratung unabdingbar notwendiges – Vertrauensverhältnis zwischen Klient(in) und Berater(in) gegeben.

Der professionelle “Blick” auf das Klientel ist ein völlig anderer als der in der Hellfeld- Arbeit. Aus diesem Grund kommen wir in der Betrachtung der Täter(innen) auch zu völlig anderen Ergebnissen und Einschätzungen, als die so genannte Täterarbeit im Hellfeld seit Jahrzehnten in ihren Beschreibungen über Klienten und Beratungsprozesse mit gewalttätigen Männern der Gesellschaft und den damit professionell befassten Institutionen allgemein nahezulegen versucht.

Wirkliche, wirksame und authentische Konfrontationen sind aufgrund der oben beschriebenen Umstände in der Dunkelfeld – Arbeit möglich.

Wirkliche Veränderung aus Überzeugung wird bei gegebenen Vertrauensverhältnis ebenfalls möglich, und bei Rückfällen gibt es für die Klient(inn)en im Grunde keinen Anlass, sich nicht dem Berater oder der Beraterin gegenüber zu offenbaren. Schließlich haben sie ja auch von sich aus die Beratung begonnen.

Seit Beginn der 1990er Jahre haben wir als Entwickler der Gewaltberatung im Rahmen unserer Tätigkeit bei “Männer gegen Männer-Gewalt Hamburg” bei Bundestags-Anhörungen, Tagungen, in Seminaren, Expertenbefragungen etc. für ein Gewaltschutzgesetz und für eine Strafbewehrung der häuslichen Gewalt eingesetzt, da wir von der Signal gebenden Wirkung eines Gesetzes zur Ächtung häuslicher Gewalt überzeugt sind.

Wir haben im Übrigen bisher stets auch mit zugewiesenen Tätern gearbeitet, solange wir nicht von Seiten der Justiz dazu “gezwungen” wurden oder werden, Bescheinigungen über die Veränderung der Klienten oder über deren Teilnahme an den vereinbarten Beratungsterminen ausstellen zu müssen. Diese Bescheinigungen würden das Vertrauen, also die Grundlage für unsere effektive Beratungsarbeit, unmöglich machen. Der Klient käme dann primär, um eine Bescheinigung zu erhalten, nicht aber, um an seinem Verhalten zu arbeiten.

Es gibt jedoch eine kleine, wenngleich steigende Zahl von Richter(innen) und Bewährungshelfer- (innen), die wir von unserer Haltung überzeugen konnten, die deshalb die Skepsis über den herkömmlichen Beratungsablauf teilen und allein deshalb auf das Ausstellen von Bescheinigungen verzichten.

Wir plädieren seit langem für eine strikte Trennung zwischen der In-Verantwortungnahme und Bestrafung der Täter(innen) einerseits, und einem Beratungsprozess, der die Klient(inn)en befähigen soll, den Gewaltkreislauf zu beenden.

Gewalt ist eine Entscheidung, eine falsche zudem. Jedoch gilt: auch Gewalttäter und -täterinnen sollten ernstgenommen werden.
Wir sind überzeugt, dass es schlicht keinen Sinn macht, zuerst ein Beratungs – Setting zu schaffen, welches von vornherein die Verantwortungsabgabe der Klient(inn)en für ihre Taten befördert, um dann innerhalb der Beratung genau für das gegenteilige Ziel zu arbeiten.

Gewalt und Aggression

Unser Gewaltverständnis: Wir verwenden den Gewaltbegriff als Handlungsbegriff.
Gewalt ist die Bezeichnung für jedes Handeln einer Person, das zur Verletzung der körperlichen Integrität einer Person führt.
Gewalt bezieht über körperliche Gewalthandlungen hinaus auch psychische Formen mit ein, insoweit diese von physischer Gewalt begleitet wird oder auf deren Androhung beruht.
Gewalthandeln ist nach unserer Definition ein intentionales Handeln, d.h. ihm liegt eine – wie auch immer bewusste – Willensentscheidung des Handelnden zugrunde.

Wir verstehen Gewalthandeln als selbst zu verantwortendes Handeln und zugleich als Ausdruck eines inneren Konflikts.

mannlohrenzubartgr.jpgDie mit dem Gewalthandeln und –erleiden zusammenhängenden Aspekte beziehen wir in unsere Arbeit mit ein, sie dienen jedoch nur der Erklärung und nicht der Entlastung oder Entschuldigung des Klienten.

Aggression ist nach unserem Verständnis keine Gewalt, auch keine “Vorstufe” dazu.

Vielmehr sehen wir Aggression und Aggressivität als eine mögliche Verhaltensform an, um sich durchzusetzen, zu behaupten und sich abzugrenzen. Die Fähigkeit zur Aggression ist lebensnotwendig.

Etymologisch besagt Aggression „herangehen an“. Insofern kann ein aggressives Verhalten durchaus bedrängend und „gewaltig“ wirken, doch beinhaltet und intendiert es keine körperliche Verletzung.

Geschlechtstypik der Gewalt

Gewalt ist kein Problem von Kindern und Jugendlichen, Männern und Frauen allgemein, sondern hat eine klare Geschlechtstypik:

Ca. 85 % aller in der Statistik wahrgenommenen Gewaltdelikte (sog. “Hellfeld”) weltweit werden von Jungen und heranwachsenden Männern ausgeübt.

Dieses Verhalten- und seine Wahrnehmung durch die Gesellschaft – korreliert somit offensichtlich in starkem Masse mit dem Männlichkeitsbild der Täter (und der Wahrnehmung durch Männer und Frauen) vor dem Hintergrund ihrer geschlechtstypischen Sozialisation.

Werden Mädchen oder Frauen gewalttätig, so sind diese Taten ebenfalls vor dem Hintergrund der geschlechtstypischen Wahrnehmung und geschlechtstypischen Sozialisationsbedingungen zu betrachten.

Dies führt reaktiv unter anderem auch zu Bagatellisierungen der von Frauen und Mädchen begangenen Taten.

Bei der häuslichen Gewalt gibt es ebenfalls Geschlechtsunterschiede auf der Täter/Täterinnenseite: Während im Hellfeld von ca. 85% Tätern auszugehen ist, belegen Dunkelfeldforschungen einen annähernd gleichhohen Anteil von Täterinnen.

Die Verteilung der Gewalttätigkeiten zwischen den beider Geschlechtern spielt zwar für die konkrete und verändernde Beratungsarbeit mit Tätern und Täterinnen m.E. keine Rolle.

Doch führt diese prozentuale Verteilung der wahrgenommenen Gewalthandlungen häufig in der öffentlichen Diskussion zu einer Themenverschiebung:
Diskussionen bezüglich der „moralisch besser oder schlechteren Bewertung“ von geschlechtstypischen Eigenschaften sind häufiger an der Tagesordnung, anstelle dass sich um Täterarbeit oder Täterinnenarbeit wirklich Gedanken gemacht wird.

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Diskussionen über die Frage, welches Geschlecht nun gewalttätiger ist, halten wir für wenig hilfreich, kommt es in unserer Arbeit der Gewaltberatung und Gewaltpädagogik doch einzig darauf an, weitere Gewalt zu verhindern.

Sicher ist: Gewalt ist in jedem Falle zerstörerisch – gleichgültig von wem sie nun ausgeübt wird.
In der genderorientierten Täter- bzw. Täterinnenarbeit ist es wesentlich, die geschlechtstypischen Hintergründe zu kennen, vor der Gewalttaten verübt werden, um die Bagatellisierungsstrategien auf Täter-/ Täterinnenseite entlarven zu können.

Nur so kann man Klientinnen und Klienten sowohl konfrontativ als auch therapeutisch-begleitend erreichen und sie so zu einem gewaltfreien Konfliktverhalten ermutigen.

Ohne diese Kenntnis wird man(n) oder frau sicher durch geschlechtstypische Verzerrungen in der eigenen Wahrnehmung am Klientel vorbei agieren, anstelle die Klient(inn)en therapeutisch zu erreichen.

Männerbild

Gewalttätige Jungen und Männer orientieren sich in der Interpretation ihres Erlebens und ihren daraus motivierten Handlungen oft an einem tradierten unerreichbaren Idealbild von Männlichkeit

( Männer lösen alle Probleme alleine, Männer empfinden keine „schwachen Gefühle” wie Angst, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Ohnmacht usw.…)

zidane-3.jpgJeder Versuch, dieses abstrakte Idealbild zu erfüllen, stellt per se eine Überforderung dar, und ist somit zum Scheitern verurteilt.
Tagtäglich setzten sich Jungen und heranwachsende Männer damit auseinander, ob sie ein richtiger Junge sind, der zu einem „richtigen Mann“ wird.

Die Angst vor der (vorbewusst) wahrgenommenen Unfähigkeit, die Ansprüche ihrer Geschlechtsidentität erfüllen zu können, ist in etwa so weit verbreitet wie der Bartwuchs.
So fühlen sich Männer und Jungen in Folge häufig isoliert, hilflos und ohnmächtig.

Das wiederum kann sich der Einzelne nicht eingestehen, da er sonst Gefahr läuft, in der eigenen Interpretation seiner Geschlechtsidentität völlig versagt zu haben.

Frauen und Mädchen als Täterinnen

Werden Mädchen oder Frauen gewalttätig, so wird dies gesellschaftlich als atypisch zum geschlechtsrollenkonformen Verhalten betrachtet.

Dieser Zusammenhang hat vielerlei mögliche Auswirkungen:muttertag_wdr_400h.jpg

  • weibliche Gewalt wird häufiger „übersehen“ als männliche Gewalt,
  • weibliche Gewalt wird eher als „Notwehr“ umgedeutet, da es sich unter dieser Bedingung wieder um “rollenkonformes Verhalten” handeln würde,
  • weibliche Gewalt appelliert eher an das „Mitleid-Empfinden“ als männliche Gewalt, die in jedem Fall als offensive Gewalt gedeutet wird.
  • Täterinnen können so m.E. damit rechnen, als „eigentliches Opfer“ der Situation gesehen zu werden,
  • dadurch sind Bagatellisierungen der Tat(en) sowohl auf Täterinnen-Seite als auch auf Seiten des Hilfesystems bzw. der Strafverfolgung wenn nicht vorprogrammiert, so doch wahrscheinlich.
  • Weibliche Gewalt ist damit vermutlich in höheren Fallzahlen im so genannten “doppelten Dunkelfeld” vertreten.

Insofern ändern sich natürlich auch die Gewaltdynamik und der Gewaltkreislauf der Täterinnen im Vergleich zu den männlichen Tätern.

Sabine Seifert-Wieczorkowsky hat genau dazu einen Artikel hier veröffendlicht.

Gewaltberatung und Gewaltpädagogik mit Täterinnen bedarf daher einer genauen Kenntnis der geschlechtstypischen Hintergründe, vor denen die Taten durchgeführt und wahrgenommen werden.
Diese vermitteln wir durch die Schulung der Wahrnehmungskompetenzen in unseren Weiterbildungen.


Gewalt als Versuch einer Krisenbewältigung

nachdenklichDas Ausüben von Gewalt wählt jeder Täter/jede Täterin als einen möglichen, zuerst entlastenden, aber auf Dauer erfolglosen Versuch der Krisenbewältigung.

Durch Gewalthandlungen vermeiden die Gewalttätigen innere und äußere Konflikte, anstatt diese lösungsorientiert anzugehen.

Gewalttätige verhalten sich im Alltag überwiegend sozial angepasst bzw. überangepasst.

Konfliktvermeidungen sind an der Tagesordnung; die eigenen Grenzen sind häufig unklar, und daher ist die Person kaum in der Lage, sich wenn nötig abzugrenzen.

Hier spielt Aggression eine Rolle, denn die Fähigkeit zur Aggression ist wichtig, um Grenzen ziehen zu können.

Kompensation von Gefühlen

Gewalt ist somit nie ein Zeichen von Stärke, sondern dient der Kompensation von Emotionen, die mit der Konnotation von Schwäche assoziiert werden.

Durch das Ausüben von Gewalthandlungen kompensieren Gewalttätige ihre Gefühle wie beispielsweise :

  • Einsamkeit,
  • sich “unterlegen” fühlen,
  • Hilflosigkeit,
  • Ohnmacht oder
  • Verzweiflung.

Die Gewalttaten dienen dazu, das Erleben dieser Emotionen abzuwehren.

Wer schlägt oder anderweitig gewalttätig ist, “kann” sicher nicht hilflos sein.
Er oder sie ist ja aktiv, handelt und ist wieder “autonom”. Die eigentlich “hilflosen” Emotionen treten vor und während der Tat in den Hintergrund und werden nicht wahrgenommen. Insofern geht Gewalt stets einher mit einer Gefühlsabwehr, und ist somit keinesfalls “ein Streben nach Macht oder Überlegenheit”, wie es häufig angenommen wird.

Derartige Annahmen entstehen, wenn man Gewalt aus der Opferperspektive heraus betrachtet.

Opfer sind hilflos, also wird vermutet, dass Täter/innen die gegenteiligen Emotionen hätten.

Betrachtet man Gewalt jedoch aus der Täter(innen)-Perspektive, so lässt sich genau die Abwehrdynamik erkennen, die jeder Gewalttat zugrunde liegt. Der Täterin, dem Täter geht es nach der Gewalttat “besser als vorher”. Keineswegs fühlen sie oder er sich jedoch “mächtig”.

Gewaltkreislauf (nach Lempert)

Gewalttätige handeln in der Regel nicht impulsiv und planlos. Sie befinden sich jedoch in einem unbewussten und damit unreflektiertem Gewaltkreislauf.

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Gewaltkreislauf

Gewaltkreislauf

Immer wieder werden sie im Alltag mit ungeliebten Gefühlen konfrontiert, die sie durch ihr Gewalthandeln abwehren.
Ihr Krisenabwehrverhalten funktioniert jedoch immer nur kurzfristig. Wieder und wieder rechtfertigen sie daher vor sich oder vor anderen ihre eigenen Gewalttaten.

Doch durch eine Rechtfertigung entsteht weder wirkliche innere Klärung, noch wirkliche Entlastung: Die „Ursachen-Suche“ für ihr eigenes Gewalthandeln außerhalb von sich selbst beginnt.

Täter(innen) entlasten sich so von Schuld- und Schamgefühlen, und geben die Verantwortung für ihr Verhalten nach außen ab.
Die ungelösten Konflikte treten früher oder später in ihrem Leben erneut auf und der Gewaltkreislauf beginnt von vorne.

Gewaltberatung (GHM)®

Unterscheidung Gewaltberatung / Gewaltpädagogik GHM®

fuellerpfeil2.jpgWir unterscheiden die Begriffe „Beratung“ und „Pädagogik“ in Bezug auf die Vermittlung unserer Haltung und Arbeitsinhalte sowie auf den Kontext unserer Tätigkeiten mit unserem Klientel.
Unsere Unterscheidung ist somit nicht unbedingt Altersgruppen-spezifisch, sondern bezieht sich auf das Setting.

Gewaltberatung (GHM)® ist fokussiert auf das momentane Erleben und Verhalten des Klienten in einem face– to– face– Setting. Sie besteht:

  • aus der Exploration und Erkundung momentaner und zurückliegender Sichtweisen des Klientels über die Zusammenhänge und Verknüpfungen zwischen seinem (gewalttätigen) Verhalten, seinen bisher wahrgenommenen Gefühlen und seinen Interpretationen des Geschehenen im Vorfeld.
  • aus der Wahrnehmung, Einfühlung und Reflektion der emotionalen Resonanz es Gewaltberaters vor dem Hintergrund seines professionellen Einfühlungsvermögens und seines Wissens über die männlichen und weiblichen Sozialisationsbedingungen,
  • und aus dem in Kontakt-Bringen dieser Resonanzen mit dem Klientel, geprägt durch wertschätzende Empathie gegenüber der Person und gleichzeitiger Konfrontation mit seinen/ihren (Gewalt) – Handlungen. (Konfrontation als Teilsystem empathischen Vorgehens (vgl. Oelemann 2003)
  • durch die mitgeteilten Resonanzen des Beraters in Bezug auf die ausgelösten Emotionen, gekoppelt mit dem Verweis auf die Verantwortung des Gewalthandelnen für sein Handeln.

dvd-das-problem-ist-meine-frau.jpgGewaltberatung befähigt so die Klienten zu einer erweiterten und differenzierteren Selbstwahrnehmung und weicht Blockaden im häufig unflexiblen und starren Krisen- und Krisenabwehrverhalten der KlientInnen auf.

Wenn Sie sich einmal Gewaltberatungen “live” anschauen wollen, so möchten wir Sie gern auf unseren Film: Das Problem ist meine Frau aufmerksam machen, den Sie auch bei uns erwerben können.

Gewaltpädagogik (GHM)®

Die Gewaltpädagogik abstrahiert nun von der individuellen und damit isolierten Sichtweise auf das Geschehene, Empfundene und Agierte indem sie:

  • es in Beziehung zueinander (Bsp. Gewaltkreislauf nach Lempert) oder in Beziehung zu internalisierten Rollenvorgaben allgemeiner männlicher oder weiblicher Sozialisation setzt,
  • neue krisenentschärfende und -verhindernde sozialverträgliche Handlungsmöglichkeiten aufzeigt,
  • auch gemeinsam mit anderen Klienten oder Klientinnen in Gruppen durchgeführt wird,
  • so die empfundene Isolation und Einsamkeit der einzelnen Klienten durch die realisierten Gemeinsamkeiten mit Anderen durchbricht,
  • damit eine neue und veränderte Sichtweise des einzelnen Gewalttätigen in einem geschützten Rahmen ermöglicht,
  • und die Klienten zum Erlernen und Ausprobieren neuer Verhaltensweisen stimuliert.

Durch die Koppelung gewaltberaterischer – und gewaltpädagogischer Elemente im
Gesamtzusammenhang unserer Arbeit erreichen die Gewalttätigen eine dauerhafte Neubewertung ihrer

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Jungensozialisation und Gewaltbisherigen Sicht- und Verhaltensweisen, die von persönlicher Einsicht geprägt ist, und somit eine bereits vorhandene soziale Überanpassung eher durchbricht und sie zukünftig verhindert.
Durch Gewaltberatung / Gewaltpädagogik (GHM)® werden sich die Klienten in der Unterscheidung Ihrer Bedürfnisse und Wünsche sowie ihrer daraus motivierten Handlungen und deren Folgen selbst bewusst. Sie erlangen auf diese Weise die Kompetenz, für die sozialverträgliche Erfüllung der eigenen Bedürfnisse zu sorgen, und Ihren eigenen Alltag in Ihrem Lebens- und Beziehungsumfeld gewaltlos gestalten zu können.

(Die Methode der Gewaltpädagogik erklärt Burkhard Oelemann in einem Gespräch mit Cornelia Kazis – Audio CD, ca 55min, beim Tatsachenverlag zu erwerben.)

Verantwortung

Täter und Täterinnen haben die alleinige Verantwortung für ihr Gewalthandeln, von daher sind sie auch die einzigen, die ihre Gewalt stoppen können. Sie sind in der Regel nicht psychisch krank und therapiebedürftig, so dass sie „geheilt“ werden müssten.

Gewalttätige müssen so für sich die Entscheidung treffen, ob sie weiterhin gewalttätig leben wollen oder nicht. Bei dieser Entscheidungsfrage und in der Folge benötigen sie Beratung, da sie eigenständig den (unbewussten) Gewaltkreislauf nicht verlassen können.
Gewalt ist nicht nur schädlich für die Opfer, sondern auch für die Täter/innen.
Gewalt erzeugt Angst und unter empfundener Angst wird Vertrauen unmöglich.
Gewalttätige Klienten zerstören so Vertrauen, Nähe, Kontakt und Beziehung, also das, wonach sie sich sehnen.
nachgedacht.jpgWird ihnen deutlich, wie sehr ihre Gewalt ihnen selber schadet (Beziehungsabbrüche, Strafverfolgung, Selbstzweifel, Isolation…), sind sie bei bestehendem Beratungsangebot in der Regel bereit und primär motiviert, ihr Verhalten zu verändern.

Diese Erfahrung hat uns letztlich dazu bewogen, Weiterbildungsgänge anzubieten, in denen Berater(innen) lernen, ein möglichst niedrigschwelliges Angebot für Täter und Täterinnen zu schaffen.

Gewaltberatung/Gewaltpädagogik setzt voraus, die Klienten als sinnhaft handelnde Personen in der Dynamik ihrer Gewalt zu verstehen, was nicht bedeutet, dass ihre Gewalt entschuldigt wird.
Eine Veränderung gewalttätigen Verhaltens kann jedoch nur über sein Verständnis erfolgen.

Haltung und Ziele (GHM)®

Ziele, die in der Arbeit mit Gewalttätigen erreicht werden sollen, sind abhängig von der Grundhaltung, mit denen wir ihnen als Berater gegenüber treten (vgl. Oelemann & Lempert, 2000):

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Solidarisch- begleitende Haltung als elementare Grundlage
Wir solidarisieren uns bspw. als Männer mit den Jungen bzw. Männern und entsolidarisieren uns gleichzeitig von ihrer Gewalt. Wir respektieren die Täter als Personen in ihrem So-Sein, und lehnen gleichzeitig ihre Gewalttätigkeit ab.

Jede Form der Beratung ist nur möglich, wenn einem Klienten oder einer Klientin als Person ehrliche Wertschätzung und Respekt entgegengebracht wird. Jeder Gewalthandelnde wird als Gesamtpersönlichkeit gesehen, also sowohl mit seiner / ihrer Gewalttätigkeit als auch mit den positiven Ressourcen und liebevollen Seiten.

Geschlechtstypische Gewaltberatung/Gewaltpädagogik GHM®

Wir arbeiten mit Tätern nicht als geschlechtslose , neutrale Berater, sondern z.B. als Männer, die selber einmal Jungen waren und einen reflektierten Zugang zu ihrem eigenen Junge-Sein haben.

Erfolgreiche Gewaltberatung ist nur möglich, wenn wir den Klienten aus seinem Empfinden und aus seinen Sozialisationsbedingungen heraus verstehen können.
In der Arbeit mit Täterinnen gelten diese Grundsätze ebenso.
Nur wenn Gewalttätige die Erfahrung machen, dass die GewaltberaterInnen sich in ihre Lage versetzen können, werden sie ihr Misstrauen überwinden und eine primäre Motivation für eine wirkliche Veränderung seines Verhaltens entwickeln.

Ressourcenorientierung.

Es geht uns nicht darum,Tätern oder Täterinnen zu vermitteln, was bei ihnen alles nicht stimmt und was sie aufgeben müssen, sondern vor allen Dingen arbeiten wir mit ihnen an ihren positiven Lebensentwürfen.

Sie erfahren in und durch unsere Begleitung, was sie alles gewinnen können, wenn sie auf ihre Gewalt verzichten und aufhören, unerreichbaren Selbstbildern nachzueifern.

Wir gehen davon aus, dass alle Klienten die Ressource „Gewaltfreiheit“ potentiell in sich tragen.

Emotionsbalancierende Gewaltberatung/Gewaltpädagogik GHM®

Unsere KlientInnen sind uns mit all ihren Gefühlen willkommen. Wut und Hass sind genauso erlaubt wie Trauer Verzweiflung und Ohnmacht.

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Der Zugang zu ihren Gefühlen im Kontakt mit einem erfahrenen und professionellen Gegenüber nimmt den KlientInnen die unbedingte Notwendigkeit, diese bedrängenden Gefühle abzuwehren.

Ziel der Arbeit ist es, die KlientInnen in ihrer Selbstwahrnehmung zu “vertiefen”, und ihnen einen situativ angemessenen Ausdruck der Emotionen zu ermöglichen.

Dies führt auf Dauer zur emotionalen Stabilisation des Einzelnen durch Integration eigener ungeliebter Emotionen und Persönlichkeitsanteile.

Wir unterstützen Menschen, die gewalttätig sind…

  • …sich selber darüber bewusst zu werden, welche Auswirkungen ihr zum Teil gewalttätiges Verhalten für sie selber und andere hat:

Täterinnen und Täter erkennen, dass sie mit Gewalt häufig zerstören, was sie sich eigentlich wünschen.

  • …herauszufinden, in welchen Identitäts- und Lebensbereichen sie wirklich Krisen hatten oder haben und welche Lösungsressourcen ihnen zur Verfügung stehen:

Die KlientInnen werden sich so ihrer Werte und Normen bewusst und überprüfen,
inwieweit diese zu den Zielen passen, die sie wirklich in ihrem Leben verfolgen.

  • …mit dem ganzen Spektrum ihrer Emotionalität in Kontakt zu treten und diese zum Ausdruck zu bringen:

KlientInnen, die sich differenziert merken und äußern können, wie es ihnen geht, sind sich ihrer selbst bewusst: Das ist die Grundlage dafür, innere und äußere Konflikte über alternative Verhaltensweisen wirklich zu lösen und auf die Scheinlösung durch Gewalt verzichten zu können.

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Literatur:

BMFJ: NINI, BENTHEIM, FIRLE, NOLTE, SCHNEBLE: Abbau von Beziehungsgewalt als Konfliktlösungsmuster, Abschlußbericht, Bonn, 1994.
BSJB: Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung, Hamburg
BUNDESKRIMINALAMT : Kriminalstatistik, Wiesbaden 1992
DANGERS T. : Die Bedeutung der Vorbilder für gewalttätige Männer auf ihrer Suche nach Männlichkeit, unveröffentliche Diplomarbeit, Hamburg, Dezember 1993
LEMPERT J. : Wohin mit meiner Wut, Trainingsprogramm für Männer, unveröffentlichtes Manuskript, Hamburg 1988
LEMPERT J. : “DER GEWALT” in Institut für Volkskunde Hamburg, Universität Hamburg: HAMBURGER PLATT, Heft 2 1993
LEMPERT J. : Gewalt ist Männersache, Interview Marie Claire, Hamburg, August 1993.
LEMPERT J. : Arbeit mit gewalttätigen und rechtsextremen Jugendlichen in: BONIFER-DÖRR / WEINKNECHT: Hakenkreuze, Türkenwitze… , Hiba-Verlag, Heidelberg 1994.
LEMPERT J.; OELEMANN B. : Öffentliche Anhörung über die Beratungsstelle MÄNNER GEGEN MÄNNER-GEWALT â Ausschuß für Frauen und Jugend, Deutscher Bundestag 14. Ausschuß, 27. Sitzung, Bonn 1992
Lempert, J, Oelemann, B. … dann habe ich zugeschlagen, Hamburg, Konkret Literatur Verlag 1994
Lempert, J. Oelemann, B.: Endlich Selbstbewusst und Stark, Ole-Verlag 2000
Männer gegen Männer-Gewalt hrsg. Handbuch der Gewaltberatung, Ole-Verlag, Hamburg 2002,
OELEMANN, B.: Angst-Umweg: Gewalt; Physische Gewalt unter männlichen Jugendlichen, geschlechtstypische Ursachen, Intervention, Prävention.
Konzeptstudie für das Amt für Jugend , Hamburg hrsg.1994
OELEMANN, B.: Vom Mißbrauch des Mißbrauchs, über die Ideologisierung der sexuellen Mißhandlung von Jungen, in: MÄNNERFORUM 9/ Kassel, Dezember 1993,
OELEMANN, B.:Vater-seelen allein, Jungen zwischen Held und Hasenfuß,in: REFERATE Niedersächsisches Kultusministerium Hannover , September 1993 (a)
OELEMANN, B.:Jungs- endlich mal unter sich! in: Mach was aus Dir- welche Rolle paßt zu mir?
Dokumentation Modellprojekt , Landkreis Peine 1993 (b),
OELEMANN, B.: Mütter können aus Jungen keine Männer machen, in: Marie Claire 1/1994,
OELEMANN, B.: Sexuelle Gewalt gegen Jungen; die Opfer / die Täter in: Sexuelle Gewalt, Dokumentation der Stadt DELMENHORST, 1993,
OELEMANN, B.: Jugendgewalt ist Jungengewalt, in: DVJJ-Journal 2 1991,
OTTEMEIER-GLÜCKS , F.G. in: HVHS alte Molkerei Frille: Was Hänschen nicht lernt, verändert Clara nimmer mehr, Eigenverlag, Frille 1989
RIMMLER U., SLÜTER R. : 7 Jahre “Männer gegen Männer-Gewalt”, Hamburg, DGVT , Nr.: 1/92.
RIMMLER U. : “….. dann habe ich zugeschlagen”, Psychologie Heute, Juni 1993.
SCHNACK D., NEUTZLING R. : Kleine Helden in Not, Reinbek 1991
SLÜTER R. : Gewalttätigkeit von Männern in der Partnerschaft vor dem Hintergrund ihrer Wünsche und Erwartungen an die Partnerin, unveröffentliche Diplomarbeit, Hamburg, Dezember 1991.
WASCHLEWSKI, Stefan: Beratung mit gewalttätigen Jungen, Leitbildbeschreibung der Beratungsstelle Komman in Wuppertal, 2003