Männerbild

Gewalttätige Jungen und Männer orientieren sich in der Interpretation ihres Erlebens und ihren daraus motivierten Handlungen oft an einem tradierten unerreichbaren Idealbild von Männlichkeit

( Männer lösen alle Probleme alleine, Männer empfinden keine „schwachen Gefühle“ wie Angst, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Ohnmacht usw.…)

zidane-3.jpgJeder Versuch, dieses abstrakte Idealbild zu erfüllen, stellt per se eine Überforderung dar, und ist somit zum Scheitern verurteilt.
Tagtäglich setzten sich Jungen und heranwachsende Männer damit auseinander, ob sie ein richtiger Junge sind, der zu einem „richtigen Mann“ wird.

Die Angst vor der (vorbewusst) wahrgenommenen Unfähigkeit, die Ansprüche ihrer Geschlechtsidentität erfüllen zu können, ist in etwa so weit verbreitet wie der Bartwuchs.
So fühlen sich Männer und Jungen in Folge häufig isoliert, hilflos und ohnmächtig.

Das wiederum kann sich der Einzelne nicht eingestehen, da er sonst Gefahr läuft, in der eigenen Interpretation seiner Geschlechtsidentität völlig versagt zu haben.